Preisverleihung

Die Preisverleihung für die Wettbewerbsperiode 2021/22 erfolgt am 20. Juni 2022 im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Innenhof des Bundesumweltministeriums in Berlin.

Bei dieser Veranstaltung, die in Anwesenheit der Wettbewerbs-Jury stattfindet, werden der interessierten Fachöffentlichkeit die nominierten Produktionen vorgestellt. Den Höhepunkt dieses Festaktes bildet die Verleihung des „Eisvogel – Preis für nachhaltige Filmproduktionen“.

Mit Blick auf den weiterhin notwendigen Pandemieschutz findet die Preisverleihung in diesem Jahr ausschließlich im Kreis persönlich geladener Gäste statt.


Nominierte Produktionen 21/22

Ein Vorauswahl-Gremium aus Fachexpertinnen und Fachexperten des Verbands technischer Betriebe für Film & Fernsehen (vtff), des Bundesverbands Green Film & TV Consultants Deutschland (GCD) und Green Film Shooting hat die insgesamt 31 eingegangenen Einreichungen eingehend geprüft und sechs Produktionen ausgewählt.

Aus diesen sechs nominierten Produktionen wird die Wettbewerbs-Jury den finalen Preisträger des EISVOGEL 21/22 auswählen.

Nachfolgend werden die nominierten Produktionen kurz vorgestellt.

 

SaFahri   Eine Reise zu den Elementen   S1

SaFahri – eine Reise zu den Elementen

Diese fünfteilige Dokumentarserie wurde zwischen Ende 2020 und Mitte 2021 von Bon Voyage Films für Sky Deutschland produziert. Der Dreh erfolgte an einer großen Zahl von Drehorten in zum Teil recht entlegenen Naturräumen.

„Regie und Kamera haben sich bereits vorab in der Preproduction-Phase Gedanken gemacht, wie man mit möglichst energieeffizienter Technik und "schlankem Gepäck" reisen und drehen kann. Wir wollten keine aufwändige Technik in Wäldern, Mooren und Landschaftsschutzgebieten aufbauen, die dort genau das bedrohen, was wir filmen wollen.“ Letizia Lange, Producerin

„Von der Nordsee bis zum Bayerischen Wald, vom Norddeutschen Moor bis zu den Schweizer Alpen: Schon die Reisen zu den Drehorten waren so konsequent wie möglich umweltfreundlich ausgerichtet. Allein Fahri Yardim hat mit der Bahn über 5500 Kilometer zurückgelegt.“ Christian Asanger, VP Entertainment Sky

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Die stillen Trabanten ABR7639 © Felix Abraham

Die stillen Trabanten

Die Produktion dieses Kinofilms erfolgte Mitte 2021 durch die Sommerhaus Filmproduktion GmbH. Es handelt sich um eine Verfilmung des gleichnamigen Erzählbandes von Clemens Meyer unter der Regie von Thomas Stuber. Der Kinostart ist von Warner Bros für das Jahr 2022 geplant.

Diese nach den Maßgaben der Nachhaltigkeit durchgeführte Produktion hat gezeigt, dass wenn sich Produktion und Crew die nötige Zeit geben, um innovative Ideen zu entwickeln, diese häufig zu einem ökologisch wertvollen Ziel führen, ohne dass die Kreativität darunter leidet.“ Robert Hertel, Green Consultant

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Filmplakat Die Luft komprimiert

Die Luft, die wir atmen

Diese Eigenproduktion des Hessischen Rundfunks für das Fernsehen wurde zwischen März 2020 und März 2021 nach den Anforderungen der “100 grünen Produktionen” des Arbeitskreises Green Shooting produziert. Sie war eine der ersten fertig bilanzierten Filme des Projekts.

Mit diesem Pilotvorhaben zum grünen Drehen konnten innerhalb des hr wichtige Erfahrungen bei der nachhaltigen Produktion gesammelt werden. Durch die Motivation der Beteiligten entwickelten sich viele kreative Lösungen, wie z.B. die pragmatische Nutzung eines Regenwasserspeichers des ansässigen Bauern für die Kunstschneeproduktion. Auch neue, innovative Techniken wurden ausprobiert. Die Umsetzung der ersten grünen Produktion des hr war zudem Anstoß für die Gründung eines Nachhaltigkeitsnetzwerks, das den “grünen Spirit” weiter ins Haus trägt und die Mitarbeiter*innen motiviert, sich für mehr Nachhaltigkeit in allen Bereichen zu engagieren.

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Tartort Gier und Angst

Tatort Dortmund – Gier und Angst

unafilm produzierte diese Tatort Dortmund Folge im Frühjahr 2021. Dabei wurden systematisch umweltbezogene Verbesserungsoptionen ermittelt und gezielt umgesetzt.

„Die von der Produktion in Zusammenarbeit mit dem Green Consultant implementierten Maßnahmen haben spürbar zu einer größeren Achtsamkeit gegenüber Umweltaspekten und einer intensiven Zusammenarbeit im Team gesorgt.“ Titus Kreyenberg, Produzent

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les incorrectes

Les Incorrectes

Les Incorrectes ist ein Dokumentarfilm über Alice Milliat und die Anfänge des Frauensports. Der Dokumentarfilm springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zeigt Alice Milliats außergewöhnliches Schicksal und verfolgt die Wurzeln der heutigen Fortschritte bei der Gleichstellung der Geschlechter in Milliats Kampf für die Zulassung von Frauen zum Sport und zur Teilnahme an den Olympischen Spielen vor 100 Jahren.

„Les Incorrectes“ wurde mit finanzieller Unterstützung der Alice Milliat Stiftung, der Nationalen Sportbehörde (ANS) und des Comité National Olympique et Sportif Français (CNOSF) produziert. Bei der Produktion durch Lucien TV spielten Überlegungen, wie schädliche Umweltwirkungen reduziert werden können, bereits bei der Planung eine große Rolle.

„Umweltbezogene Verbesserungen sind ein Prozess, den wir bei jedem Film, den wir produzieren, bestrebt sind umzusetzen. So versuchen wir die negativen Auswirkungen unserer Tätigkeit zu verringern und gleichzeitig ein hohes Qualitätsniveau zu halten. Dieser Prozess erfordert ein hohes Maß an Engagement und insbesondere mehr Vorbereitungsarbeit in der frühen Phase der Produktion, aber es ist sehr zufriedenstellend.“ Julien Tricard, Produzent 

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photo Tempete film

Tempête

Der Film Tempête von Christian Duguay basiert auf dem Roman „Tempête au haras“ von Chris Donner. Produziert wurde der Spielfilm im Frühjahr 2021 von Nolita Cinema an insgesamt 11 Drehorten in Frankreich. Die Produktion orientierte sich bewusst an ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsaspekten und wurde dementsprechend geplant und durchgeführt.

„Angesichts der sozio-klimatischen Herausforderungen und eines Bewusstseins für die Notwendigkeit von Veränderungen hat Nolita die Idee verinnerlicht, dass ein klares Bekenntnis zu einer nachhaltigen Filmproduktion eine große Chance ist, neue Möglichkeiten für die Filmindustrie zu schaffen. Nolita ist davon überzeugt, dass ein nachhaltiger und verantwortungsbewusster Wandel für die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens unerlässlich ist.“ Valentine Gaffinel, Produktionskoordinatorin

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Nachwuchsproduktionen 21/22

Zusätzlich zu den nominierten Produktionen wurden von den Fachexpertinnen und Fachexperten des Vorauswahl-Gremiums 2 Nachwuchsproduktionen ausgewählt, die in hervorgehobener Art und Weise im Rahmen eng begrenzter Budgets sehr systematisch die Umweltwirkungen ihrer jeweiligen Produktion analysiert und kreative Lösungen zu deren Minderung gefunden haben.

Diese Nachwuchsproduktionen werden im Rahmen der Preisverleihung des EISVOGEL 21/22 „außer Konkurrenz“ gesondert gewürdigt.

Nachfolgend werden diese beiden Nachwuchsproduktionen kurz vorgestellt.

 

Metanoia Poster ©Ida Henrich

Metanoia

Bei der Produktion Metanoia handelt es sich um eine Low-budget Produktion von Berliner Nachwuchsfilmschaffenden, die unabhängig von Filmhochschulen durchgeführt und vom Projekt RISE des medienpädagogischen Vereins JFF gefördert wurde.

Produzentin Thea Herrmann und Regisseurin Alina Podschun haben sich explizit zu einer grünen Produktionsweise bekannt und entsprechende Branchenvereinbarungen unterzeichnet. Dieses klare Commitment motivierte die gesamte Crew zur Unterstützung und Umsetzung von umweltbezogenen Maßnahmen.

Wir sind sehr froh, dass unser Team die vielen Maßnahmen so ambitioniert und involviert in den jeweiligen Abteilungen umgesetzt hat. Besonders freuen wir uns über die enthusiastischen Rückmeldungen zum veganen Catering.“ Thea Herrmann, Produzentin

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Alles perfekt Filmplakat

Alles Perfekt

Bei der Mitte 2020 gedrehten Low-Budget Produktion des Kurzfilms „Alles Perfekt“ handelt es sich um eine studentische Produktion, mit der Fabian Gataavizadeh sein Regiestudium an der Ruhrakademie in Schwerte erfolgreich absolvierte. Im Rahmen der Produktion erfolgte eine vorausschauende Vorbereitung und Planung des Drehs im Hinblick auf grüne Produktionspraktiken.

„Dadurch, dass das ganze Team über die grüne Produktionsweise frühzeitig informiert wurde, konnten wir in allen Bereichen nachhaltiger arbeiten. Ohne die Organisation in der Vorbereitungsphase wäre das am Set nicht so gut möglich gewesen.“ Fabian Gataavizadeh, Produzent

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Träger des Wettbewerbes:

BMU 2018 WebSVG de opt logo heinz sielmann stiftung

In Kooperation mit: