Träger des Wettbewerbs

Die Jury

Über die Vergabe des „Eisvogel – Preis für nachhaltige Filmproduktionen“ entscheidet eine fünfköpfige Jury, der erfahrene Vertreterinnen und Vertreter aus der Film- und Medienbranche und der Umweltwissenschaft angehören.

Thomas Bischoff

Bereichsleiter Kommunikation & Fundraising bei der Heinz Sielmann Stiftung

„Die Film- und Fernsehbranche sollte eine zentrale Vorbildfunktion beim Thema Nachhaltigkeit einnehmen. Sie ist in der Lage zukunftsorientierte technologische Innovationen voranzubringen. Das unterstützen wir.“

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Thomas Bischoff ist seit November 2016 Bereichsleiter Kommunikation & Fundraisingbei der Heinz Sielmann Stiftung. Er studierte u.a. an der Kunstakademie Stuttgart. Über Stationen im Mobilfunk, Automobilvertrieb kam er über das DRK in den Bereich Natur- und Artenschutz. Sein Fokus liegt bei den Themen Nachhaltigkeit und Kommunikation.

Sarah Duve-Schmid

Stellvertretung des Vorstands und Leiterin Förderung der Filmförderungsanstalt (FFA)

„Der Preis für nachhaltige Filmproduktionen ist eine verdiente Anerkennung für Filmprojekte, die mit innovativen Ansätzen Umweltbewusstsein und exzellentes Storytelling vereinen. Die Auszeichnung stellt einen wichtigen Bestandteil bei der Etablierung von Strukturen für die ökologische und klimafreundliche Produktion in Deutschland dar.“

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Nach dem Studium der Rechtswissenschaften, verschiedenen Stationen in Film- und Medienrechtskanzleien und diversen Tätigkeiten bei Filmproduktionen leitete sie ab 1999 die Lektoratsabteilung der Deutschen Columbia Pictures Filmproduktion. Im April 2004 wurde sie von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien mit der Gründung von Vision Kino betraut, deren Geschäftsführerin sie bis August 2019 war. Seit dem 16. September 2019 ist sie als Stellvertretung des Vorstands Leiterin der FFA-Förderung.

Susanne Freyer

Geschäftsführerin Akzente Film & Fernsehproduktion

„Ich freue mich, dass nun ein Preis für nachhaltige Filmproduktionen geschaffen wurde, der das Engagement und die Kreativität vieler Produzentinnen und Produzenten in diesem Bereich würdigt und neuen Anreiz für grüne Produktionen in der Zukunft bietet.“

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Susanne Freyer leitet seit 2007 als Geschäftsführerin die akzente Film & Fernsehproduktion.

Sie startete ihre filmische Laufbahn 1990 beim Bayerischen Rundfunk in der Redaktion Serien.

1995 wechselte sie als Produzentin zur ndF: neue deutsche Filmgesellschaft.

Neben historischen Mehrteilern wie „Die Kirschenkönigin“ von Rainer Kaufmann und den erfolgreichen Krimi-Reihen „München 7“ und „Kommissar Marthaler“, produzierte sie TV-Movies für ARD, ZDF, Sat.1 und ProSieben, sowie Kinofilme wie „Fleisch ist mein Gemüse“ nach dem gleichnamigen Roman von Heinz Strunk, „Tigermilch“ von Ute Wieland und das 2018 auf der Berlinale uraufgeführte Drama „Das schweigende Klassenzimmer“ von Lars Kraume.

Das TV-Drama „Wir wären andere Menschen“ von Jan Bonny wurde jüngst mit dem Grimme Preis ausgezeichnet. Aktuell arbeitet Susanne Freyer u.a. an zwei neuen Filmen der „Quartett“-Reihe sowie einer weiteren Staffel der „Der Alte“-Reihe für das ZDF.
© Marion von der Mehden

Lars Jessen

Regisseur

„Nachhaltigkeit und Klimaschutz geht uns alle etwas an. Deshalb freue ich mich sehr, dass auch die Verantwortung der Filmbranche und der Filmschaffenden immer mehr in den Fokus rückt.“

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Lars Jessen ist ein preisgekrönter deutscher Regisseur und Produzent.

Nach dem Magisterstudium an der CAU/ Kiel und der Universität Köln absolvierte der gebürtige Kieler den Postgraduierten-Studiengang Film/Fernsehen an der Kölner Kunsthochschule für Medien.

Seit Jahren führt Lars Jessen erfolgreich Regie bei zahlreichen Fernsehformaten wie „Tatort“ oder „Mord mit Aussicht“ sowie bei vielen Serien oder Fernsehspielen wie „Jürgen – Heute wird gelebt“ oder zuletzt in Co-Regie „Für immer Sommer 90“, wofür ihm zusammen mit Jan Georg Schütte und Charly Hübner der Grimme Preis verliehen wird.

Auf sein Konto gehen fünf Kinofilme wie „Am Tag als Bobby Ewing starb“, „Dorfpunks“ und „Fraktus“, die als Premiere auf der Berlinale sowie auf zahlreichen internationalen Festivals präsentiert worden sind.

Im NDR läuft seit 2015 in lockerer Reihe die Mini-Serie „Jennifer – Sehnsucht nach was Besseres“, die 2018 mit dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet wurde. Seit 2018 produziert Lars Jessen als Produzent und Regisseur die Comedy-Serie „Check Check“.

Derzeit adaptiert er den Roman „Mittagsstunde“ von Dörte Hansen. Im September 2020 erhielt Lars Jessen den Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein.

Dr. Bettina Rechenberg

Leiterin des Fachbereichs III „Nachhaltige Produkte und Produktion, Kreislaufwirtschaft“ im Umweltbundesamt.

„Um Klima und Ressourcen zu schützen brauchen wir kreative Lösungen in allen Bereichen. Wir wollen Filmproduktionen, die solche Lösungen entwickeln, für ihr beherztes Engagement würdigen, damit sie sich in der Branche durchsetzen.“

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Dr. Bettina Rechenberg leitet im Umweltbundesamt den Fachbereich III „Nachhaltige Produkte und Produktion, Kreislaufwirtschaft“. Die promovierte Biologin ist seit 1992 im UBA tätig. Zunächst war sie in den Bereichen Gewässerschutz, Chemikaliensicherheit sowie Nachhaltige Produktion, Ressourcenschonung und Stoffkreisläufe tätig. Seit 2015 leitet sie den Fachbereich III, in dem die Umweltauswirkungen analysiert werden, die mit der Gewinnung von Rohstoffen, der industriellen Produktion und dem Gebrauch, dem Recycling sowie der Entsorgung von Produkten verbunden sind. Zum Arbeitsgebiet der Experten in diesem Fachbereich gehört es, praktikable umweltschonende und ressourcensichernde Lösungen zu suchen und zu fördern.
© Susanne Kambor. Umweltbundesamt
Das Bundesumweltministerium und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien werden ebenfalls hochrangige Vertreterinnen und Vertreter in die Jury-Sitzung entsenden, die dort aber kein Stimmrecht ausüben.

Vorauswahl-Gremium

Das Vorauswahlgremium setzt sich jeweils aus Fachexpert*innen für das Green Consulting (BVGCD) und für die technische Ausstattung (vtff) zusammen.

In der Wettbewerbsperiode 2023/24 waren die folgenden Personen beteiligt:
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Tanja Ronsieck

Referentin Berlin Brandenburg Film Commission & Green Consultant (BVGCD)

„Grünes Produzieren bedeutet für viele Produktionen ein Umdenken und Aufbrechen etablierter Strukturen und Arbeitsweisen. Der „Eisvogel“ spornt die Produktionen dazu an, neue Technologien
auszuprobieren und über den Tellerrand hinauszublicken. Jeder kleine Schritt zählt, auch, wenn es nicht immer „perfekt“ gelingt.“

Mehr zu Tanja Ronsieck

Tanja Ronsieck hat in den vergangenen 2 Jahren als Green Consultant in Berlin verschiedenste Formate von High-End Serien, über TV- und Event-Movies bis hin zu Shows betreut. Dabei konnte sie aus ihrer langjährigen Erfahrungen als ehemalige Motiv Aufnahmeleitung und Herstellungskoordination profitieren, um die unterschiedlichen Bedürfnisse und Anforderungen der Departments emphatisch zu unterstützen und ihnen beratend zur Seite zu stehen.

Moritz Kromer

Gründer und geschäftsführender Gesellschafter mobilespace GmbH

„Im Bereich Energieversorgung, Mobilität und Transport steckt derzeit das größte Potenzial um den CO2 Ausstoß von Filmproduktionen zu reduzieren. Es erfordert technische Innovationen, zusätzliche Budgets und eine Anpassung der Prozesse und Strukturen am Filmset um in diesem Bereich Erfolge zu erzielen. Als Filmdienstleister für die mobile Infrastruktur, kenne ich die Prozesse und Anforderungen der Filmbranche genau und nutze meine Erfahrung um neue Wege für eine nachhaltige(re) Filmproduktion aufzuzeigen und weiterzuentwickeln.“

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Moritz Kromer gründete 2007 mobilespace und begleitet seither zahlreiche Filmprojekte als Dienstleister für die mobile Infrastruktur. Er verantwortet die Produktentwicklung mit dem Fokus auf energieeffiziente Fahrzeugtechnik und nachhaltige Akku-Generator-Hybridsysteme. Bei mobilespace werden Fahrzeuge mit Solar und Akkusystemen ausgebaut und Generatoren entwickelt, die den CO2-Ausstoß am Filmset erheblich reduzieren.
Im Arbeitskreis Green Shooting ist Moritz Kromer zudem als Experte des VTFF für den Bereich Generatoren und Energieversorgen maßgeblich an der Formulierung der ökologischen Standards beteiligt gewesen.
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Birgit Heidsiek

Journalistin & Herausgeberin Green Film Shooting-Magazin

„Der Preis für nachhaltige Filmproduktion ist eine attraktive Anerkennung, die Innovationen in Bereichen wie Energie- und Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft herausstellt, um andere Produktionen zu inspirieren. Es ist erfreulich, dass der Eisvogel ebenfalls den filmischen Nachwuchs adressiert und auch auf internationaler Ebene flügge geworden ist.”

Mehr zu Birgit Heidsiek

Die Diplom-Politologin Birgit Heidsiek ist Initiatorin des Europäischen Zentrums für Nachhaltigkeit im Medienbereich, das die internationale Film- und Kinobranche seit über einem Jahrzehnt mit dem Green Film Shooting-Magazin, Seminaren, Workshops sowie einem TEDxTalk über grüne Film- und Medienproduktion informiert. Für diese Aktivitäten ist sie vom Rat für Nachhaltigkeit mit dem Transformationspreis ausgezeichnet worden.
Als Grüne Kinoberaterin der Filmförderungsanstalt (FFA) hat sie das Grüne Kinohandbuch produziert, das ihr eine weitere Auszeichnung als „Projekt Nachhaltigkeit“ vom Rat für Nachhaltige Entwicklung und dem RENN-Netzwerk eingebracht hat.
Das Vorauswahl-Gremium wird bei umweltwissenschaftlichen Fragen durch das Umweltbundesamt bzw. das Ökopol Institut unterstützt.

Träger des Wettbewerbes: